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Seed right

leesvoer23 April 2021

Zucker, Zucker, wo bist du? (1)

Weißt du eigentlich wo überall Zucker drin steckt? Denk mal kurz darüber nach… Natürlich gibt es die weit bekannten Zuckerbrunnen, wie Marmeladen (und generell Brotaufstriche), Süßigkeiten, Limonaden und andere Erfrischungsgetränke. Das weiß so ziemlich jeder. Aber wo versteckt sich Zucker noch? Jeden Tag denke ich wieder wie wahnsinnig es ist, wo überall Zucker drin steckt bzw. sich versteckt… Ganz schön traurig, wenn ich mir vor Augen halte, was Zucker meinem Körper zufügt. 

Genau deshalb habe ich mich dazu entschieden, mein Bewusstsein gegenüber Zucker zu schärfen. Ich habe nicht vor Zucker komplett aus meiner Ernährung zu kappen, stattdessen möchte ich mich bewusster mit den Zutaten meiner Mahlzeiten auseinandersetzen. Wenn ich Zucker konsumiere, z.B. durch ein Stück Kuchen am Sonntagnachmittag, dann ganz bewusst. Ich möchte besser Bescheid wissen, in welchen Produkten und einzelnen Zutaten Zucker versteckt ist. Dabei lasse ich den Zucker, der in Obst und Gemüse außen vor. 

Zudem möchte ich alltagstaugliche Alternativen für zuckerreiche Mahlzeiten oder einzelne Produkte finden. Auch wenn es mir nicht um eine Gewichtsreduktion geht, bin ich dennoch gespannt darauf, was für mentale und körperliche Veränderungen eintreten – ob überhaupt und wenn ja, in welchem Ausmaß.

Also, ready, set, go!

Intuitiv Essen

Wenn ich meinen Ernährungsstil in einem Wort beschreiben müsste, dann wäre es: intuitiv. Das Modell des Intuitive Eating wurde 1995 von den Diätologinnen Evelyn Tribole und Elyse Resch entwickelt. Unter intuitivem Essen versteht man folgendes:

Du isst, wenn du hungrig bist und hörst, wenn du satt bist.
Du isst das was dein Körper dir angibt, zu brauchen.

Das mag sich erstmal ganz verlockend einfach anhören; ist es aber nicht. Denn um sich “richtig” intuitiv zu ernähren, muss man seinem Körper zu hören. Signale richtig erkennen und entsprechend handeln. Dazu muss man wissen, was die Signale für Hunger, Durst  und Sättigung sind. Oft wird in diesem Zusammenhang von der Mind-Body-Connection gesprochen. 

Was sagt mir mein Körper? Welche Nährstoffe braucht er gerade? 

Häufig wird auch der Begriff Selbstliebe hiermit in Verbindung gebracht. Du isst für dich selbst. Für dein Wohlbefinden. Für deine Gesundheit. Das ist das Fundament. Es gibt keine festen Regeln und ist in gewisser Weise das Gegenteil von der traditionellen Diät. 

Ich ernähre mich ausgewogen mit viel Obst und Gemüse. Im gleichen Zuge esse ich auch gerne mal ein Stück Kuchen oder eine richtig herzhafte Quiche kann mich nichts bewahren. Das ist auch total in Ordnung, denn danach falle ich wieder in meine Routine und weiß, die Signale meines Körpers zu deuten. Welche Nährstoffe gebraucht werden etc.. Da ich schon sehr lange intuitive esse, fällt es mir leicht Signale zu deuten und wieder auf Kurs zu kommen.  

Vorbereitung

Ich fing damit an, mein Wissen über Zucker abzuklopfen und schrieb mir Fragen auf, die mir währenddessen eingefallen sind. Eine Frage war:

Was sind andere Namen oder Begriffe für Zucker, die in der Lebensmittelindustrie verwendet werden? 

Der Begriff “Zucker” ist ein no-brainer. Glukose und Fruktose kennt man auch noch. Aber dann wird es schon schwieriger. Dextrin, Invertzucker, Kokosblütenzucker, -nektar, -sirup, Milchzucker, Molkenerzeugnis, Molkenpulver, Saccharose, Raffinose, Maltose oder Malzextrakt, Gerstenmalzextrakt und die Liste geht weiter. Es gibt über 50 verschiedene Namen in der Lebensmittelindustrie für Zucker. Verrückt!

Wir merken uns: Die Endung -ose ist eine red flag. Auch Begrifflichkeiten mit -sirup, -extrakt und -konzentrat sind mit Zucker verwandt. 

Mit diesem Wissen geht’s in die Küche. Was an Fertiggerichten- und tütchen im Schrank liegt, wird kontrolliert. Die Erkenntnis ist erschreckend. Allerdings habe ich nichts weggeschmissen. Das wäre einfach verschwenderisch. Dann lieber bei Familie und Freunden zwischenlagern oder gar verschenken.

Ich schaue mir die Sachen gut an und überlege, wie ich zuckerreiche Fertiggerichte und -produkte ersetzen bzw. anpassen kann. Im Internet gibt es eine Menge zuckerfreie oder zuckerreduzierte Rezepte. Auch dort lasse ich mich inspirieren.

Mit viel Inspiration und Motivation geht es in den Supermarkt. Durch die Ernüchterung im Vorratsschrank habe mich eine Vermutung, was mich im im Zuckermarkt.. eeh Supermarkt erwartet. Und Jackpot: Zucker ist in Lebensmittel in der Überzahl vertreten. 

Mein Ziel ist es alltagstaugliche Alternativen für Produkte und ganze Gerichte zu finden. Das braucht Zeit und geht nicht auf einmal. Rezepte müssen abgeändert werden und ich muss herausfinden, was Alternativen sind und wo ich was kaufen kann.
Vielleicht geht es dir auch so beim Einkaufen: Man weiß, wo welches Produkt zu kaufen ist und sobald man in den Laden tretet, schaltet sich der Autopilot an. So geht es mir jedes Mal. Also geht es beim nächsten Einkauf vor allem darum: die alte Routine brechen und das Steuer selbst in die Hand nehmen. 

Was für Lebensmittel finde ich in meinen hiesigen Supermärkten?
Gibt es Produkte ohne Zusatz von Zucker? Wenn ja, was sind das für Lebensmittel und was kann ich damit machen?

Durch die TastyBasics habe ich bereits eine gute Basis Zuhause. Drei verschiedenen Müslis habe ich für mein Frühstück zur Auswahl. Unsere Tagliatelle mal für das Mittagessen, mal für das Abendessen. Die Riegel Nüsse und Saaten sind eins meiner Lieblingsprodukte. Sie machen wirklich einen super Snack und deshalb habe ich immer einen dabei. 

Im Supermarkt angekommen, orientiere ich an den sogenannte Whole Foods. Das sind Produkte und Lebensmittel, die so gut wie gar nicht bearbeitet sind. Ich durchforste die Gemüse- und Obstabteilung. Dabei versuche ich nicht nur nach meinem Standardgemüse und -obst zu greifen, sondern auch nach für mich „fremden“ Lebensmitteln, die ich gerne probieren möchte. Aber auch alte Bekannte, wie Käse, Streichkäse, Feta und Joghurt landen mit in meinen Einkaufskorb.

Was ich die Woche über esse, erfährst du im nächsten Teil dieser Blogserie. Dort erzähle ich dir was ich eingekauft und gekocht habe, wie die ersten Tage so liefen etc.

Tot zo! Groetjes,
Jaqueline 

Dieser Blog wurde geschrieben von:

Jaqueline Middendorf

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